Grundlagen
Was ist Niederdruck-Heißreinigung?
Niederdruck-Heißreinigung kombiniert hohe Temperaturen — bis zu 95 °C — mit niedrigem Druck zwischen 3 und 14 bar. Die hohe Temperatur löst Fette, Öle und andere Verschmutzungen schnell und gründlich, der niedrige Druck reicht aus, um die gelösten Verschmutzungen abzutransportieren, ohne empfindliche Bauteile zu beschädigen. Damit ist die Methode besonders geeignet für komplexe Oberflächen, sensible Komponenten und ölige bzw. fettige Verschmutzungen.
Was unterscheidet ph-cleantec von einem Hochdruckreiniger?
Drei zentrale Unterschiede: Erstens der Druck — wir arbeiten mit 3 bis 14 bar statt 100 bis 500 bar, daher ohne Beschädigungsrisiko für sensible Teile. Zweitens die Temperatur — 95 °C lösen Fette und Öle, was ein klassischer Hochdruckreiniger oft nicht schafft. Drittens der Verbrauch: 1,8 bis 2,8 Liter Wasser pro Minute gegenüber 10 bis 20 Liter beim Hochdruckreiniger. Konkret heißt das: bis zu 90 % weniger Wasser, Chemie und Entsorgungskosten.
In welchen Branchen wird ph-cleantec eingesetzt?
Ursprünglich entwickelt für die Bremsenreinigung in der KFZ-Werkstatt (gemeinsam mit Mercedes 1987), heute weltweit im Einsatz: in der Metallverarbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automotive- und Transportbranche (KFZ, NFZ, ÖPNV, Bahn, Luftfahrt, Schifffahrt), in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, in der Gebäudereinigung sowie im kommunalen Bereich. Eine vollständige Übersicht finden Sie auf der Branchen-Seite.
Wie schnell amortisiert sich ein Gerät von ph-cleantec?
In den meisten Fällen amortisieren sich unsere Geräte innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Die genaue Amortisationsdauer hängt von der Anwendung, dem Vergleichsverfahren und der Einsatzfrequenz ab. Für eine konkrete Berechnung steht unser Amortisationsrechner zur Verfügung — oder vereinbaren Sie eine kostenlose Vorführung bei Ihnen im Werk.
Wie umweltfreundlich ist die Methode?
ph-cleantec verbraucht etwa 20 mal weniger Wasser als typische Hochdruckreiniger. Mit Wasser-Recycling im Kreislaufbetrieb lässt sich dieser Wert nochmals auf bis zu 1 % reduzieren. Reinigungsmittel werden — wenn überhaupt — nur in 1 bis 3 % Konzentration beigemischt und ebenfalls mehrfach wiederverwendet. Bei der thermischen Entkeimung von Kühlschmierstoffen können Biozide komplett entfallen.
Geräte und Anwendung
Welches Gerät passt zu meiner Anwendung?
Das hängt vom Reinigungsmedium, der Teilegröße und der Mobilität ab: Für die Teilereinigung mit Wasser passt die Serie SR (mit integrierter Wanne) oder der SR-Tower. Für die Maschinenreinigung mit Kühlschmierstoff die Serie SRE oder SRK (mobil, ohne Tank). Für Großteile das 1500 SR-DP oder 1500 SRE-DP mit 14 bar. Für hygienekritische Anwendungen mit VE-Wasser oder Säuren die Edelstahl-Geräte ESR oder ESE. Für die thermische Entkeimung von KSS das Thermo-EK oder ein 1000 SR/SRE mit Option EK. Am einfachsten klären wir das in einer kostenlosen Vorführung bei Ihnen im Haus.
Was bedeuten die Bezeichnungen SR, SRE, SRK, ESR, ESE?
SR: Standard-Gerät mit aufgesetzter Teilereinigungswanne und 60-l-Tank, vielseitig einsetzbar. SRE: ähnlich wie SR, aber ohne Wanne — für die Maschinen- und Großteilereinigung. SRK: kompakt, ohne Tank — passt in einen Kombi, ideal für mobile Dienstleister. ESR und ESE: Edelstahl-Varianten für VE-Wasser und Säuren — Lebensmittel, Pharma, Feinmechanik. Thermo-EK: reines Entkeimungsgerät für Kühlschmierstoffe.
Können die Geräte mobil eingesetzt werden?
Ja. Alle Geräte sind mobil und mit Rollen ausgestattet. Sie lassen sich problemlos zur Werkzeugmaschine, an die Hebebühne oder an die Grube ziehen. Die Modelle SR und SRE haben einen integrierten 60-Liter-Tank und arbeiten dadurch völlig autark, ohne externen Wasseranschluss. Die SRK-Reihe ist so kompakt, dass sie in einem Kombi transportiert werden kann — ideal für mobile Service-Dienstleister.
Brauche ich Chemie für die Reinigung?
In den meisten Fällen nein. Die Reinigungswirkung entsteht primär durch die hohe Temperatur. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen kann ein alkalischer Reiniger in 1 bis 3 % Konzentration beigemischt werden — durch das Wasser-Recycling wird dieser dann mehrfach verwendet. Bei der Maschinenreinigung nutzen wir den eigenen Kühlschmierstoff aus dem Tank der Werkzeugmaschine, also gar keinen externen Reiniger.
Wie lange dauert die Reinigung?
Im Vergleich zu konventionellen Methoden sprechen unsere Kunden regelmäßig von 80 bis 90 Prozent Zeitersparnis. Konkrete Beispiele aus der Praxis: Ein Werkzeugmagazin mit 60 Plätzen — unter einer Stunde. Ein Zylinderkopf — 5 bis 10 Minuten (statt 2 Stunden am Kaltwaschtisch). Eine Großmaschine im Retrofit — deutlich schneller als manuelle Reinigung über mehrere Arbeitstage.
Thermische Entkeimung
Was ist thermische Entkeimung?
Thermische Entkeimung ist ein Verfahren zur Abtötung von Bakterien und Pilzen im Kühlschmierstoff durch Erhitzen auf etwa 65 °C. Da Proteine — und damit die Lebensbausteine von Bakterien und Pilzen — bei 62 bis 63 °C zerstört werden, ist diese Methode nahezu zu hundert Prozent effektiv. Das gleiche Prinzip kennen Sie aus der Lebensmittelindustrie unter dem Namen Pasteurisierung.
Funktioniert thermische Entkeimung ohne Biozide?
Ja, vollständig. In einer Studie der ph-cleantec mit 107 Kunden und 75 verschiedenen Kühlschmierstoffen wurden in 90 % der Fälle alle Bakterien auf null reduziert. Pilze wurden in allen 29 untersuchten Fällen zu 100 % abgetötet. Selbst bei schwerem Bakterienbefall mit 10⁶ bis 10⁷ Keimen pro Milliliter blieben in 23 von 26 Fällen keinerlei Bakterien zurück. Damit ist der Einsatz von Bioziden in der Praxis verzichtbar.
Muss die Werkzeugmaschine während der Entkeimung stillstehen?
Nein. Die thermische Entkeimung läuft im Bypass — vorne arbeitet die Werkzeugmaschine, hinten wird der KSS angesaugt, entkeimt und keimfrei zurückgeführt. Dadurch entstehen keine Stillstandkosten. Vorteilhaft ist, die Entkeimung gerade während laufender Produktion einzusetzen, damit auch der KSS in den Leitungen behandelt wird.
Wie viel länger hält der Kühlschmierstoff durch die Entkeimung?
Unsere Kunden berichten von einer deutlichen Verlängerung der Standzeiten. Konkrete Werte hängen vom KSS-Typ und der Einsatzfrequenz ab — Bharat Forge etwa konnte die Wechselintervalle bei Werkzeug-Schmiedeproduktion deutlich verlängern und auf Stellchemikalien verzichten. Geringerer KSS-Verbrauch bedeutet niedrigere Beschaffungskosten, weniger Entsorgungskosten und weniger Maschinenstillstand für Wechsel.
Warum kein UV-Licht statt Hitze?
UV-Bestrahlung funktioniert bei transparenten Flüssigkeiten gut, scheitert aber an der milchigen Beschaffenheit von Kühlschmierstoffen. UV-Strahlen dringen nur oberflächlich ein, der KSS müsste auf einen extrem dünnen Film reduziert werden — in der Praxis schwer umsetzbar. Die Ergebnisse liegen oft bei nur 60 bis 80 % Keimreduktion, teilweise unter 50 %. Thermische Entkeimung erreicht hingegen annähernd 100 %.
Bremsen und Werkstatt
Ist die Heißreinigung wirklich besser als A1-Bremsenreiniger-Spray?
Ja, in nahezu allen Aspekten. Kosten: Spraydosen sind pro Anwendung günstig, läppern sich aber bei intensivem Einsatz auf erhebliche Summen — ein Heißreinigungsgerät amortisiert sich oft in wenigen Monaten. Umwelt: A1-Sprays setzen 100 % der enthaltenen Lösemittel als VOC in die Atmosphäre frei; der abgelöste Schmutz landet auf dem Werkstattboden. Gesundheit: Niedrigerer Flammpunkt (21 °C bei A1-Spray) und Aerosol-Belastung entfallen. Effizienz: Mit der ph-cleantec-Methode wird der Bremsstaub aufgefangen — vorschriftsgemäße Nassreinigung gemäß BGR 157 ist sichergestellt.
Können wir direkt an der Hebebühne arbeiten?
Ja. Die Geräte sind mobil und werden direkt an die Hebebühne, an die Grube oder ans Fahrzeug gezogen. Die Schmutzwasser-Auffangwanne (KW-Wanne) lässt sich an jede Grubengröße anpassen. Dadurch entfallen Wegezeiten zum Waschraum und in vielen Fällen auch der Ausbau der Teile.
Welches Gerät empfehlen Sie für eine NFZ-Werkstatt?
Für eine LKW-, Bus- oder Landmaschinen-Werkstatt empfehlen wir typischerweise das 1500 SR-DP oder 1500 SRE-DP mit 14 bar — die höhere Druckstufe ist für hartnäckige Verschmutzungen an Bremsen, Motor und Getriebe ideal. Kombiniert mit einer KW-Wanne lässt sich direkt an der Grube arbeiten. Für die genaue Auswahl je nach Werkstattgröße und Anwendung empfehlen wir eine Vorführung.
Kauf, Service und Praxis
Bekomme ich vor dem Kauf eine Vorführung?
Ja, kostenlos und unverbindlich. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und den meisten europäischen Ländern kommt unser Berater zu Ihnen ins Werk, bringt das passende Gerät mit und reinigt mit Ihren konkreten Verschmutzungen. So sehen Sie direkt, wie das Verfahren bei Ihnen funktioniert und welches Modell am besten passt.
Wie ist der Service nach dem Kauf?
ph-cleantec bietet eine telefonische Hotline mit erfahrenen Technikern, UVV-Prüfungen, Ersatzteile aus dem eigenen Shop und in vielen Fällen Leihgeräte für Wartungs- oder Reparaturzeiten. Unsere Auslandspartner betreuen Kunden weltweit vor Ort.
Liefern Sie Ersatzteile?
Ja. Im Online-Shop finden Sie Originalteile für Mechanik, Elektrik, Heizstäbe, Dichtungen, Schläuche und Lanzen — passend für alle Geräteserien. Bestellung mit kurzer Lieferzeit aus Kernen im Remstal.
Wo wird ph-cleantec produziert?
In Kernen im Remstal, Baden-Württemberg. ph-cleantec GmbH wurde 1987 als Schickert GmbH gegründet, firmierte 2007 um und produziert seitdem ausschließlich in Deutschland. Über 35 Jahre Erfahrung im Maschinenbau und in der industriellen Reinigung.
Wer sind eure Referenzkunden?
Eine kleine Auswahl der Unternehmen, die unsere Geräte nutzen: Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen, Bharat Forge, ABB Schweiz, AGCO Fendt, Piepenbrock Industriedienstleistungen, Edelstahl Rosswag, Franz H. Bruder Präzisionsteile. Vollständige Referenzliste und Kundenstimmen auf unserer Referenzen-Seite.